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Spieletest: Call of Duty - Modern Warfare 2

Ego-Shooter von Infinity Ward setzt auf packend inszenierte Missionen

Selten gab es so viel Wirbel vor der Veröffentlichung eines Spiels: der Verzicht auf Dedicated Server, der grausame 'Flughafenmassaker'-Level, unwahre Behauptungen von Activision über die deutsche Version, umstrittene Spots im US-Fernsehen... Jetzt ist es da. Golem.de hat Call of Duty: Modern Warfare 2 getestet.

CoD: Modern Warfare 2 (PC, Xbox 360, PS3)
CoD: Modern Warfare 2 (PC, Xbox 360, PS3)
"An alle: Wir gehen von hier zum Burger-Town, klar?", schnarrt es in einem Einsatz aus dem Kopfhörer des Soldaten, den der Spieler im Ego-Shooter Call of Duty: Modern Warfare 2 steuert. Der Befehl fällt natürlich nicht im Rahmen eines Betriebsausflugs, sondern ist ein Kommando auf dem Schlachtfeld, das sich im jüngsten Teil der Reihe gleich in mehreren Einsätzen auf amerikanischer Heimaterde befindet. Gemeinsam mit Dutzenden von Kameraden verteidigt der Spieler eine Stellung auf dem Dach des Schnellrestaurants, später kämpft er auch entlang einer einstmals idyllischen Straße mit typischen amerikanischen Wohnhäusern und in Washington.


Das jüngste Call of Duty versetzt den Spieler zum zweiten Mal innerhalb der Serie nicht mehr in den Zweiten Weltkrieg, sondern in eine Zeit, die ungefähr der Gegenwart entspricht. Auch aktuelle Krisen und Kriege streift das Programm: die gewohnte Ausbildung nach dem Start etwa findet diesmal in einer US-Kaserne in Afghanistan statt. Dort tritt der Spieler noch als Private Allen an, später steuert er je nach Einsatz wechselnde Soldaten. Nach und nach entpuppt sich ein russischer Nationalist namens Makarov als Hauptgegner - besonders klar wird das im Flughafenmassaker, in dem der Spieler als verdeckter Ermittler gemeinsam mit dem irren Ganoven unterwegs ist.

Die Handlung spielt allerdings keine große Rolle, sie wird auch nicht sehr aufwendig erzählt. Den Großteil bekommt der Spieler mit, indem das Programm ein paar Hintergründe über die aktuelle Entwicklung von "Makarov" mit multimedial angehauchten Animationen und hinterlegter Sprachausgabe direkt vor den Missionen abspult. Auch in den Einsätzen gibt es ab und zu Handlungshäppchen. Nett: In einigen Einsätzen trifft der Spieler Figuren aus dem ersten Modern Warfare, darunter Captain MacTavish.

In den meisten Missionen geht es zusammen mit anderen Soldaten gegen Horden von Feinden. Dann herrscht oft Chaos auf den Schlachtfeldern, von überall her stürmen Gegner heran, ständig gibt es Nachschub. Zwischendurch setzt das Programm aber immer wieder andere Akzente: Beispielsweise gibt es eine spannend inszenierte Jagd auf eine Zielperson in den Favelas von Rio de Janeiro, in der der Spieler die meiste Zeit allein gegen Banditen kämpft. Später muss er Geiseln auf einer Ölbohrplattform befreien: Dann kommt es darauf an, innerhalb von Sekundenbruchteilen die Terroristen von den Zivilisten zu unterscheiden - was dadurch vereinfacht wird, dass das Programm für ein paar Augenblicke in Zeitlupe abläuft. weiter...

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